die letzten tage waren echt traumhaft, es waren mit die schoensten tage, die ich bis jetzt in indien verbracht habe. am sonntag den 25.10 kamen uns sophia und carolin, zwei freiwillige die ebenfalls mit ems ausgereist sind, besuchen. ich habe mich schon seit tagen so auf die zeit mit den beiden gefreut.
am dienstag hatten wir dann ein echtes mammutprogramm. morgens ging es gegen 6.30 uhr dann vom polioheim aus mit dem auto los. unseren ersten stop machten wir schon ein paar minuten spaeter, in einer art indischem schnellimbiss zum fruehstuecken. das essen war der hammer, es hat total lecker geschmeckt und so langsam gewoehne ich mich auch schon so langsam an scharfes zum fruehstueck. der tee ist dann immer der ausgleich, im gegensatz zum essen ist er so was von suess aber trotzdem wegen der gewuerze, der beste tee den ich jemals getrunken habe. danach machten wir uns, verschlafen wie wir waren, weiter auf den weg zu unserem ersten "programmpunkt" den kohleminen, die etwa 200 km von khammam entfernt waren. wie man sich denken kann, machten wir zuvor noch einen abstecher zu einer schoenen kirche und besuchten anschliessend den architekten, einen ehemaligen schueler des polioheims. es ist schoen zu sehen, wie erfolgreich manche aus dem polioheim werden. sein haus war ebenfalls traumhaft, wir bekamen natuerlich auch gleich tee und eine indische suessigkeit. hier sind wirklich alle leute total gastfreundlich.
so kamen wir nach einiger zeit schliesslich bei den kohleminen an. es war alber leider nicht ganz so spektakulaer, wie ich mir es vorgestellt habe. es war aber trotzdem ganz schoen und interessant. nach einem kurzen fussweg ins innere der mine, setzten wir den weg mit einer art seilbahn fort. jeder von uns bekam einen eigenen sitz und ab ging es ca. einen kilometer in die mine hinein. das war schon toll und vor allem aufregend, da es ziemlich dunkel war. unten angekommen war es stockdunkel und bewaffnet mit taschenlampen wagten wir uns schritt fuer schritt im schneckentempo ueber kohlesteine hinweg immer weiter in die mine hinein. wir sahen waegen, die beestigt an stahlseilen, kilometerweit in die mine gelassen wurden und schon nach ungefaehr 10 minuten wieder randvoll mit kohle hochgezogen wurden. danach fuhren wir wieder mit der seilbahn ein stueck dem tageslicht entgegen und legeten die restlichen meter zu fuss zurueck. dummerweise habe ich mir den zeh angeschlagen. als wir wieder draussen waren, sah ich, dass mein zehnagel ziemlich eingerissen war und blutete und natuerlich voll kohleruss war. man konnte mich vor ort auch nicht verarzten.
unsernnaechsten stop machten wir in einem dorf, das an den fluss gondavari grenzt. eigentlich schauten wir uns aber nur den fluss an. da die regenzeit eher nuechtern ausgefallen ist, war nicht so viel wasser im flussbett und ueberall konnte man die sandbaenke zwischen dem wasser sehen. der ausblick war gigantisch und in der naehe war ein wunderschoener park, wo wir etwas verweilen konnten und den blick ueber den fluss schweifen lassen konnten, einfach traumhaft =) mittagessen hatten wir in einem hotel und es war wieder total lecker und wir alle danach papp satt. wieder bei kraeften ging es weiter und wir besuchten einen tempel, der anscheinend eine bekannte pilgerstaette in andrah pradesh ist, leider ist mir der name entfallen. ich kann mich nur wiederholen, es war echt schoen nur leider durften wir keine bilder machen, dafuer wurden wir von irgendwelchen leuten verfolgt und die ganze zeit fotografiert. ich konnte es kaum glauben als gestern morgen die maedels an unserer tuer geklopft haben um uns zu zeigen, dass wir mit bild und namen in der zeitung stehen. noch nichtmal zwei monate hier und schon beruehmt =).
die fahrt konnte also weitergehen, wir fuhren mitten durch die natur, man fuehlte sich als ob die zeit stehen geblieben waere. nach einigem staunen und nase an der scheibe blattgedruecke hielten wir in einem dorf, das aussah als waere es vor 200 jahren entstanden. ueberall standen kleine huetten mit getrockneten palmblaettern als daecher, unter denen die kuehe und kaelber sich vor der sonne retteten oder allerlei schmuck, aufkleber, essen oder sonstiges verkauft wurde. wie uschi jetzt sagen wuerede, es war sehr idyllisch. nachdem wir noch einen tempel in dem dorf besichtigt hatten, machten wir noch eine kurze bootstour bei sonnenuntergang. es war wunderschoen und unser kleines holzboot war auch echt suess. leider war die fahr aber viel zu kurz und ca. 15 minuten spaeter gingen wir im gaensemarsch die wacklige bruecke entlang zum ufer. mit der zeit waren wir alle ziemlich erledigt, hatten aber noch nicht das ganze programm durch.
zunaechst besuchten wir einen bunten felsen, auf dem der legende nach eine goettin ihren sari zum trocknen ausgebreitet habe und das muster des saris nun fuer immer auf dem felsen sei. danch fuhren wir einen pfarrer besuchen, wo es wieder tee und kekse gab und spaeter den cousin unseres heimleiters, der uns, wie nicht anders zu erwarten, mit tee, kesen und obst empfing. auf dem selben gelaende waren ein hostel und eine schule untergebracht mit insgesamt 400 maedchen, denen wir uns noch vorstellen durften und unsere gesangskuenste zum besten geben durften. da wir alle ziemlich satt waren, gab es kein abendessen mehr und wir fuhren noch eine ganze zeitlang zurueck nach khammam. gegen 23.30 uhr kamen wir dann endlich an. der tag war zwar total anstrenend aber ein tag, den ich nicht missen moechte.
das hört sich echt toll an was du so erlebst (:
AntwortenLöschenfreue mich jedes mal was neues zu lesen.
♥
Hallo Süße,
AntwortenLöschenkann mich der Katrin nur anschließen, es macht jedesmal Spaß in deinem blog zu lesen und von deinen interessanten Erlebnissen zu erfahren.Ich bin ehrlich, ein bischen neidisch bin ich ja schon,dass ich bei deinem Indienabenteuer nicht dabei bin.
Dein lockerer Schreibstil beeindruckt mich jedesmal!
Wir vermissen und drücken dich alle
deine familie ♥♥♥♥
halli hallo,
AntwortenLöschenauch ich muss mich den anderen anschließen, ist immer super spannend, wenn man neue abenteuer zu lesen bekommt :)
euere tage mit carolin und sophia scheinen ja richtig toll und aufregend gewesen zu sein.
ich muss sagen, ein wenig neidisch bin ich ja schon, was du so alles erleben darfst und ich darf weiterhin die schulbank drücken :(
naja, bald wird das anders, da freu ich mich jetzt schon tierisch drauf, wenn ich die große weite welt unsicher mache ;)
ja, ich hoffe dir wird in deinem jahr nie langweilig, was ich ja wirklich bezweifel.
ich hab dich lieb und vermisse dich
dein schwesterchen
huch, was ist mir denn da passiert ;)
AntwortenLöschenich hoffe natürlich dass es dir NIE langweilig wird, was ich auch NICHT bezweifle.
freue mich schon auf deinen nächsten abenteuer-bericht. aber andreas abenteuer mit der sch.... brauchst du nicht nachzumachen, kannst dir ja in ihrem eintrag vom 29.10 auf ihrem blog durchlesen auf www.andreainindien.blogspot.com
hab dich immer noch lieb :)
dein lenchen
liebe grüße von zuhause.
AntwortenLöschenwir wollen mal testen, ob es ohne anmeldung klappt.
bei uns ist es richtig typisches herbstwetter, kalt, neblig und ungemütlich. bei uns war gestern halloween, viele kinder kamen mit ihren üblichen sprüchen, mussten an euch denken, wie ihr unterwegs wart und auf süßigkeiten gehofft habt.
hoffen dir geht es gut.
wir drücken und vermissen dich.
deine familie
Hallo Julia,
AntwortenLöschenwir wollten Dir nur schnell hallo sagen und Dir liebe Grüße schicken.
Wir waren heute nachmittag bei Euch zuhause und haben mit Deinen Leuten Tee getrunken und uns sehr nett unterhalten. Alle waren sich einig, dass es Dir in Indien gut geht und Du eine schöne Zeit verlebst. Das wünschen wir Dir auch weiterhin und denken oft an Dich.
Bis bald! A+U+J+J