Samstag, 6. März 2010

der erste monat ist schon fast ueberstanden

ich hoffe mein 2. rundbrief hat euch in der zwischenzeit erreicht, wer ihn nicht bekommen hat, kann mir kurz schreiben, dann kann ich ihn per mail schicken.
ja, meine lieben, ich habe jetzt schon ungefaehr die haelfte meines einsatzes hier ueberstanden, weiss aber nicht wirklich ob ich mich freuen oder traurig sein soll. ich sage mir immer nur noch sechs monate, was aber eigentlich eine verdammt lange zeit ist und so langsam wird es mit dem heimweh immer staerker und manchmal frage ich mich wie und ob ich das halbe jahr noch gut ueberstehen kann.
aber jetzt genug mit den ganzen zweifeln, zum glueck gefaellt es mir hier recht gut und wir haben schon einpaar kleine aufgabenzugeteilt bekommen. zum beispiel duerfen wir hier sowohl beim fruehstueck und mittagessen als auch beim abendessen beim austeilen helfen und wenn wir ganz lieb, mit unserem hundeblick fragen, ob wir beim kochen helfen duerfen, wird uns auch das nicht verwehrt und wir duerfen gemuese schnibbeln, was das zeug haelt.
in der therapie haben wir zu jeder stunde einkind zugeteilt bekommen, mit dem wir verschiedene aufgaben machen duerfen und sogar beim unterricht duerfen wir hin und wieder helfen. ich bin echt dankbar, dass wir hier so gut integriert werden und fuehlen mich deshalb auch nicht so tatenlos, wie in khammam.
der manager des heims moechte uns so viel wie moeglich von der indischen kultur mitnehmen und erleben lassen und hat uns gleich in unsere erste woche hier im heim zu der silberhochzeit mitgenommen. zu dieser festlichkeit waren, wie in indien ueblich, ueber 500 gaeste eingeladen und wir fielen als einzige auslaender schon ziemlich auf. trotzdem fand ich es ganz interessant so etwas miterleben zu duerfen und hoffe wir haben noch oefter gelegenheit in die indische kultur einzutauchen.
ende februar haben wir die besten beziehungsweise sportlichsten schueler zu einem sportfest begleitet, wo sie in verschiedene disziplinen wie baelleeinsammeln und weitwurf gegen schueler anderer behinderter einrichtungen antreten mussten. es hat sehr viel spass gemacht und war schoen zu sehen, wie die kids sich ins zeug legten, und das obwohl es wirklich untertraeglich heiss war, sodass lena und ich mich ziemlich verbrannt haben. ein paar unserer schueler wurden sogar namentlich in der zeitung erwaehnt.

1 Kommentar:

  1. hallo julchen,
    wollte mal schauen, ob es jetzt funktioniert, weil du ja gemeint hast, dass man keine kommentare mehr schreiben kann.
    ist ja toll, dass du und lena mittlerweile mehr freiheiten genießen dürft und ihr euch somit hin und wieder mal auf dem indischen markt umsehen könnt. auch ist es schön zu hören, dass ihr euch gut eingelebt habt und einige aufgaben zugeteilt bekommen habt, damit ihr nicht nur "faul" auf der haut liegen könnt :)
    also dann, ich bin mal gespannt, was aus eurer tretboot-tour geworden ist.
    wir freuen uns schon ganz riesig auf die osterferien, die wir gemeinsam mit dir verbringen können!
    lass schnell wieder gutes von dir hören!!
    hab dich lieb
    deine lena

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